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Jugendausschusssitzung vom 17.02.2021

Einen großen Teil der Tagesordnung nahm die Ferienbetreuung der Steller Grundschulkinder ein.

Dazu stellte die BIGS den Antrag, die Sommerferienbetreuung auf 6 Wochen auszuweiten. Den Antrag dazu können Sie unter dem Bericht lesen. Durch die anhaltende Corona-Lage kann aktuell keine feste Planung stattfinden. Nach den Osterferien soll ein Angebot mit einer verkürzten Anmeldefrist an die Eltern versendet werden. Bezüglich unseres Antrags einigte man sich nach einer Aussprache darauf, die Betreuung in den Sommerferien bei den ersten 3 Wochen zu belassen. Sollte coronabedingt eine Reduzierung der Gruppengrößen erforderlich aber ein erhöhter Bedarf seitens der Eltern vorliegen, kann die Betreuung auf 6 Wochen ausgeweitet werden.

Die Eltern der Grundschule in Fliegenberg wünschen sich eine Ferienbetreuung in den Frühjahr-, Sommer-, Herbst- und Weihnachtsferien. Dazu ist eine intensivere Beratung und Aussprache nötig, die in einer zeitnah stattfindenden Lenkungsgruppe erfolgen soll.

Seit dem Jahr 2015 beträgt die tägliche Gebühr der Ferienbetreuung 10€. Zur Deckung der gestiegenen Kosten wird der Betrag 2021 auf 12€ und im Jahr 2022 auf 14€ angehoben. Geschwisterkinder erhalten weiterhin eine Ermäßigung in Höhe von 25%.

Im Ehlersweg in Stelle soll eine neue Kindertagesstätte mit 6 Gruppen errichtet werden, um den erhöhten Bedarf an Kindergartenplätzen zu decken. Die Verwaltung machte den Vorschlag, die Kita Niedersachsenstraße und Zweigstelle Bardenweg dorthin zu verlegen. Darüber hinaus werden weitere 10 Krippen- und 37 Elementarplätze geschaffen. Die politischen Vorschläge (Bauweise, Alternativnutzung, eigene Küche usw.) wurden in der Planung nicht berücksichtigt. Aus diesem Grund wird das Thema ausführlich in der Lenkungsgruppe behandelt.

Die Neuwahlen des Jugendparlamentes werden in der Zeit vom 4. bis 8. Oktober 2021 stattfinden.

 

Sandra Müller

 

An den Bürgermeister und den Rat

der Gemeinde Stelle

Unter den Linden 18

21435 Stelle                                                                         

                                                                                                         

                                                                                                                            Stelle, den 16.01.2021

Antrag:

6-wöchige Sommer-Ferienbetreuung GS-Ashausen/Hort Stelle

 

Sehr geehrter Herr Isernhagen und

sehr geehrte Ratsmitglieder,

hiermit stellt die BIGS den Antrag, die Sommerferienbetreuung der Grundschulkinder in der Gemeinde Stelle auf 6 Wochen zu erweitern. Diese könnte anteilmäßig auf den Hort in Stelle und die GS-Ashausen verteilt werden.

Zur Begründung:

Aufgrund der weiterhin hohen Corona-Fallzahlen sollten wir davon ausgehen, dass auch im Sommer noch keine „Normalität“ eintreten wird. Die Elternschaft kämpft, bezüglich der Kinderbetreuung, seit März 2020 mit großen Hürden.

Wir sollten uns darauf einstellen, dass auch im Sommer noch reduzierte Gruppengrößen und Notbetreuungsprogramme erforderlich sind. Daher müssen wir die Elternschaft entlasten und Ausgleichsmöglichkeiten schaffen!

Bei einer Ausweitung der Ferienbetreuung auf 6 Wochen – und der Annahme, dass die Gruppengröße 50% betragen würde, könnten wir trotzdem die erforderlichen Plätze anbieten.

Wir bitten um schnelle Bearbeitung des Antrags, damit die Familien rechtzeitig planen können und die Anmeldefristen eingehalten werden.

Mit freundlichen Grüßen

Für die BIGS

Sandra Müller

Maschen? Läuft

Sitzung des Ortsentwicklungsausschusses am 09.12.2020

Einziges Thema war mal wieder das geplante oder besser gesagt gewünschte Aldi-Zentrallager. Es wurden die Einwendungen und Anregungen der dritten Auslegung und die dazu von der Verwaltung vorgenommene Abwägung diskutiert. Spektakuläre neue Entwicklungen gab es zwar nicht, aber zwei interessante Aspekte, die den Verkehr betreffen. Da ist zum einen die Kreuzung in Maschen. Jeder weiß, dass sie heute schon überlastet ist. Aber wie kann die Kreuzung dennoch die zusätzlichen ALDI-Laster verkraften? Nun, wenn man mal ganz genau hinguckt und sich mehr Zeit nimmt als üblich, dann lassen sich doch noch Leistungsfähigkeitsreserven entdecken, die bisher keiner gesehen hat. In diesem Fall sind es die Phantom-Fußgänger, die die K86 (nicht) queren. Damit sie die Straße sicher queren können, erhalten sie 15 Sekunden grün. Gleichzeitig dürfen nur die Autos aus der Homsstraße fahren, die aber nur durchschnittlich 6 Sekunden grün brauchen. Nun hat man aufgrund der Bürgerbedenken aus Stelle eine aktuelle Verkehrszählung mit Videokameras durchgeführt und dabei entdeckt, dass es pro Stunde nicht mal eine Handvoll Fußgänger gibt, die die K86 queren. Und schon lag die Lösung auf dem Tisch. Wenn bei grün gar keine Fußgänger da sind, braucht man auch nur 6 statt 15 Sekunden grün für die Homsstraße zu geben. Die gesparten 11 Sekunden erhält die K86 aus Stelle und schon können 2 ALDI-Laster über die Kreuzung rüber. Das ganze 30 mal in der Stunde macht 60 ALDI-Laster, aber so viele sind es bei weitem nicht. Quintessenz: Maschen läuft! Und tatsächlich (oh Wunder) läuft Dank dieser neuen Ampelschaltung der Verkehr trotz der zusätzlichen ALDI-Laster besser als heute.

Und dann ist da noch der geplante Kreisel an der Uhlenhorst, an den das ALDI-Gelände anschließen soll. Dieser wurde mit 45m Durchmesser geplant obwohl 40m ausreichen. Argumentiert wird damit, dass dann der Winkel zwischen der „neuen ALDI-Straße“ und der Kreiselausfahrt Richtung Stelle zu spitz wird und von LKW nicht mehr befahren werden kann. Hallo, geht´s noch??? Laut Zusage von ALDI sollen doch auch gar keine LKW vom Zentrallager aus durch Stelle fahren. Bis auf den einen am Tag, der die Filiale Stelle bedient. Der kann sein Ziel dann aber dadurch erreichen, dass er eine ganze Runde durch den Kreisel dreht. Allein durch den verringerten Kreiseldurchmesser könnte man 7 Bäume die direkt an der K86 stehen retten und die Zufahrt vom Kreisel zum ALDI-Gelände könnte so weit verschoben werden, dass sie das Biotop nur noch minimal oder gar nicht schneidet. Ein Antrag des Verfassers dieser Zeilen, die Planung entsprechend zu ändern, wurde mit der Mehrheit aller SPD- und CDU-Ratsmitglieder abgelehnt. Ein Pyrrhussieg? Wir werden sehen.

Harald Kottsieper, 11.12.2020

BiGS spendet an das Jugendparlament

Am 10.05.2020 sollte, wie auch in den letzten Jahren, der beliebte Flohmarkt auf dem ALDI-Parkplatz stattfinden.

Aber auch diese Veranstaltung musste wegen der Covid19-Pandemie abgesagt werden.

Die BiGS spendete bisher ihre Gewinne aus dem Flohmarkt an Jugendorganisationen in der Gemeinde.

Ohne Gewinne – keine Spende? Nicht mit der BiGS!

Die meisten der potentiellen Standbetreiber, die bereits ihre Standgebühren überwiesen hatten, stimmten zu, ihre Gebühren zu spenden  – VIELEN DANK.

Die BiGS rundete die Summe großzügig auf 500 Euro auf und spendet das Geld dem Jugendparlament, um ihre Arbeit zu unterstützen.

Alex Luther

Steuergeldverschwendung vermeiden

Sitzung des Ortsentwicklungsausschusses am 09.11.2020

 

Wenig spektakulär verlief die Sitzung des Ortsentwicklungsausschusses am 09.11.2020. Es mussten Beschlüsse gefasst werden zum Haushalt und zu anstehenden Bebauungsplänen.

Mit großer Mehrheit bei jeweils einer Gegenstimme wurden für den geplanten Lebensmittelmarkt in Ashausen am Büllhorner Weg der Bebauungsplan und die notwendige Flächennutzungsplanänderung beschlossen.

Für die Nutzung eines an den Friedhof Ashausen angrenzenden Waldstückes als Bestattungswald musste formal der dortige Bebauungsplan geändert werden, obwohl dort gar nichts gebaut werden soll. Aber die Beisetzung von Urnen in einem bestehenden Waldstück ist offensichtlich eine Frage des Baurechts. So ist sie nun mal die deutsche Gründlichkeit als Reiterin des oft zitierten wiehernden Amtsschimmels.

Auch der Hainfelder Hof kann wie geplant umgestaltet werden. Dort darf nun der ALDI-Markt vergrößert werden. Aber nur, wenn auch die Verkehrssituation verbessert wird. Und weiter östlich zwischen K86 und der Bahn darf am Achterdeicher Weg auch gebaut werden, aber nur mit strengen Lärmschutzauflagen.

Zum Schluss gab es dann noch einen freundlichen Hinweis der BIGS auf eine möglicherweise bevorstehende Steuergeldverschwendung. Für den Ausbau der Einmündung Seeveblick (Neubaugebiet Oldendörpsfeld West) sollen Finanzmittel in Höhe von über einer halben Million Euro bereitgestellt werden. Beim Betrachten der Pläne sieht man, dass auf der K86 (ehemalige B4) eine separate Linksabbiegespur und eine Querungshilfe für Fußgänger gebaut werden soll. Beides erscheint jedoch ziemlich überflüssig. Eine Querungsmöglichkeit für Fußgänger gibt es in östlicher Richtung am bestehenden Kreisel Grasweg und in westlicher Richtung, also stadtauswärts nach Maschen, gibt es eigentlich keine Ziele für Fußgänger. Und für 15 Autos (das ist der Maximalwert pro Stunde, den ein Verkehrsgutachten ermittelt hat) braucht man auch keine separate Linksabbiegespur. Hoffen wir also, dass diese Planung noch mal überdacht und so nie verwirklicht wird, sondern in deutlich abgespeckter Form. Einsparungen von 200.000 € und mehr scheinen hier möglich. Dieses Geld kann wahrhaftig sinnvoller verwendet werden. Leser dieser Zeilen, die dazu eine Idee haben, dürfen sich gerne bei der BIGS melden. Wir sind erwartungsvoll.

Verwaltung – Ingenieurbüro – Politik: Dreikampf oder Dreiklang – das ist hier die Frage

 

Bauausschusssitzung vom 02.11.2020

 

Die prognostizierte Kostenexplosion bei der Sanierung der Uhlenhorst hat doch so manch skurrile Ansichten zu Tage treten lassen. Das planende Ingenieurbüro erläuterte die Gründe für die hohe Kostenschätzung. Unter anderem wurde für den Regenwasserkanal ein größerer Durchmesser (1600 bis 1800 mm Durchmesser statt der vorhandenen 1200 mm) angesetzt, was einen Neubau statt einer Sanierung zu Folge hat. Erstaunlich nur: der vorhandene Kanal mit 1200 mm Durchmesser zeigt keinerlei Überlastungserscheinungen und ist rechnerisch ausreichend groß. Antwort des Ingenieurbüros: das ist eine Annahme zur sicheren Seite. Genau weiß man es erst, wenn ein neuer Generalentwässerungsplan erstellt ist, der konkretere Zahlen über die Regenwassermengenverteilung im Einzugsgebiet der Uhlenhorst liefert. Dann wird irgendeine Zahl zwischen 1200 und wahrscheinlich deutlich unter 1800 herauskommen.

Was also tun? Die Verwaltung verwies auf die Entscheidungsbefugnis der Politiker. Ja, sollen denn etwa die Ratsmitglieder aus dem Bauch heraus den Durchmesser des Kanals festlegen, weil weder die Verwaltung noch das Ingenieurbüro es tut? Tatsächlich schienen einige Ausschussmitglieder das für möglich zu halten. So stellte die Vorsitzende einem dieser Ratsmitglieder dann die Frage: “Welchen Durchmesser schlagen Sie vor, [Kunstpause] politisch?“ Wie bitte? Die Dimensionierung eines technischen Bauwerks durch das Bauchgefühl von Politikern festlegen lassen und die Verwaltung und das fachkundige Ingenieurbüro schweigen? Geht‘s noch???

Doch zum Glück sitzen auch mindestens zwei besonnene und aufgrund ihres Berufs einigermaßen fachkundige Ratsmitglieder im Ausschuss. So kam es dann zu einer Fachdiskussion, die eine gewisse Zeit in Anspruch nahm, aber am Ende zu einer guten Lösung führte:

— Die Maßnahme wird auf zunächst 2022 verschoben.

— Bis dahin werden die Daten für die Überarbeitung des Generalentwässerungsplanes für das ganze Gemeindegebiet durch Befliegung erhoben.

— Die Auswertung für das Einzugsgebiet der Uhlenhorst wird vorgezogen und schnellstmöglich durchgeführt, damit verlässliche Grunddaten zur Dimensionierung des Kanals frühzeitig vorliegen, auch wenn der gesamte Generalentwässerungsplan erst später fertig wird.

Es zeigte sich wie gut es ist, wenn Politiker nicht nur Politiker sind, sondern auch ihr Fachwissen einbringen. Zum Wohl der Bürger von Stelle.

Harald Kottsieper, 03.11.2020

 

 

Schulausschusssitzung vom 28.10.2020

Die Sitzung begann mit einer Besichtigung der Grundschule in Ashausen. Seit längerer Zeit wird der Fußboden der Sporthalle bemängelt. Dieser ist uneben (Stolpergefahr) und problematisch bei der Reinigung. Daher hat der Ausschuss beschlossen, den Boden aufgrund der Verletzungsgefahr zu erneuern.

Die Schule wünschte sich eine Erneuerung der Toiletten, da eine intensive Geruchsentwicklung vorhanden ist. Wie die Ausschussmitglieder feststellen konnten, sind die Toiletten optisch in einem guten Zustand. Die Verwaltung wurde beauftragt den Grund der Geruchsentwicklung von einem Fachmann begründen und ggf. beheben zu lassen.

Frau Weusthof, Direktorin der Oberschule in Stelle, stellte das Konzept der Schule vor. Sie berichtete darüber, dass die Neugestaltung der Schullandschaft noch nicht zum Abschluss gekommen ist. Hintergrund ist, dass im Landkreis Oberschulen geschlossen und durch Gymnasien ersetzt werden sollen. Wir hoffen natürlich, dass Stelle die Oberschule erhalten bleibt!

Die Haushaltslage der Gemeinde Stelle ist angespannt. Daher wurde zu einzelnen Ansätzen intensiv diskutiert. Den größten Posten im Bereich der Schulen weist die Erneuerung des Daches an der Grundschule Ashausen für 1 Mio. Euro auf.

Die durch Corona erforderlichen Hygienekonzepte können an den Grundschulen gut umgesetzt werden. Auch die Neuerung des Lüftens (20 min Unterricht + 5 min Lüften) kann ohne Einschränkungen erfolgen.

 

Sandra Müller

Tata,tatü, die Feuerwehr kommt nie

Bauausschusssitzung vom 05.10.2020

 

„tata, tatü, die Feuerwehr kommt nie“, ein solches Kinderlied möchte sicher keiner hören. Doch die Feuerwehr in Stelle macht sich Sorgen um den Nachwuchs und möchte deshalb eine Kinderfeuerwehr gründen. Und dafür braucht man auch attraktive Räume, um den Kids etwas bieten zu können. Doch die sind in dem bestehenden Feuerwehrgerätehaus an der Uhlenhorst nicht vorhanden. Außerdem braucht man auch Platz für Geräte. So wurde bereits 2017 eine Erweiterung beantragt. Die Kosten wurden damals auf 50.000 € geschätzt. Diese stehen bis heute noch im Haushalt. Doch inzwischen hat ein Architekt mal genauer kalkuliert und ist zu dem Schluss gekommen, dass man realistischerweise eher das drei- bis vierfache investieren müsste. Was soll man dazu sagen? Irren ist menschlich. Was jedoch noch auf dieser Sitzung heraus kam, war der Wunsch, dass man eigentlich sogar über einen neuen, besser geeigneten  Standort nachdenken sollte. Das wäre natürlich noch viel viel teurer, aber vielleicht auch viel zukunftsgerichteter. Also ehrlich: Hut ab vor der Feuerwehr, die den Mut hatte, dieses trotz der angespannten Finanzlage öffentlich auszusprechen und uns Ratsmitgliedern damit zum Nachdenken angeregt hat, wo drauf es wirklich ankommt.

Ach ja, worauf kommt es wirklich an? Sind es die zwei zusätzlichen Dialogdisplays für je 2.200 €, die der Verkehrssicherheit dienen und Kinder vor rasenden Autofahrern schützen können? Oder vielleicht die Erkenntnis, dass die Umgestaltung der Uhlenhorst ca. 1,3 Mio € teurer wird? Darin enthalten sind mal eben locker 400.000 € für die Entsorgung von Asphalt, der wahrscheinlich mit Schadstoffen belastet sind.

 

Möge der geneigte Leser sich selbst ein Bild machen und die BIGS dabei unterstützen, für pragmatische, sachorientierte und bürgernahe  Politik zu sorgen.

 

Harald Kottsieper, 06.10.2020